15
Okt
2007

Lexikon: 'Matrix'

*händereib* ... und da mir nun griechische Buchstaben zu Gebote stehen (wenn auch ohne Akzente), kann ich hier endlich meinen Beitrag zu Etymologie und Bedeutungsauffächerung von 'Matrix' fertigstellen.

Erst mal die Kiste 'Altphilologie' vom Dachboden holen ... *schlepp*

Test: Griechisch

ητα

Wie geil, es klappt!

Anleitung: Es gibt in HTML die Möglichkeit, eine begrenzte Auswahl an häufig verwendeten Sonderzeichen (inkl. griechische Buchstaben und mathematische Symbole) als sog. 'named entities' zu notieren in den Editor einzugeben, beginnend mit '&', dann [Name], dann schließend ';'. Das große griechische Omega wird z.B. als 'Ω' notiert und erscheint dann im Browser so: Ω.

Eine Liste dieser 'benannten Zeichen' findet sich in der auch sonst sehr empfehlenswerten Online-Referenz SELFHTML von Stefan Münz.

Test: Tabelle HTML

Perspektive 1 Perspektive 2
Meta
Wert 1
Wert 2
Wert 3

Zweck: Matrix für persönliche Werte, in verschiedenen Perspektiven betrachtet (1: Erwartung der Erfüllung durch andere vs. 2. Erfüllung im Selbstverhältnis).

Sportpause

Ich nutze den freien Tag und das fantastische Wetter für einen Lauf. Ein Pergamintütchen mit Magnesia in der Reisverschlusstasche der Laufhose, für die Klimmzugstange im Wald.

Die Mechanik des Traums, Grundstufe I

Wüsste ich, in welchem Bücherkarton Freuds 'Traumdeutung' verstaut ist, könnte ich jetzt den Fachbegriff nachschlagen für folgendes hübsche kleine Phänomen der Verarbeitung gleichzeitiger realer Wahrnehmungen im Traum:

Ich träume, dass ich meiner Tochter Gute Nacht sage, die schon auf dem Weg nach oben in ihr Zimmer ist [im Haus, in dem meine Frau und meine Töchter wohnen]. Ich will unten im bereits dunklen Wohnzimmer noch etwas nachschauen nachschauen, ob das Licht auch wirklich aus ist, und drücke deshalb auf den Lichtschalter an der Türe zwischen Flur und Wohnzimmer. Über eine Relaisschaltung wird damit eine Leuchte hinten in der Fernsehecke eingeschaltet. Das Relais springt zwar mit einem klackenden Geräusch an, die Lampe bleibt aber dunkel. Ich versuche es mehrfach, jedesmal macht es 'Klack!', 'Klack!', 'Klack!', aber ohne Effekt auf die Lampe. Es bleibt dunkel im Zimmer.

Ich wache auf und bemerke, dass vor meinem Fenster ein lautstarker Trupp Vögel herumlärmt: kein Zwitschern oder Singen, sondern sehr kurze harte Krächz-Laute. Genau die 'Klack'-Geräusche des Traums.

Der Traum zur Couch

Im Halbschlaf die 3 Punkte aus dem Coaching-Gespräch memorierend ('Austausch', 'Wertschätzung', 'Liebe') und beim Atmen sie mit der Frage verbindend 'Was bedeutet das aber nun im Selbstverhältnis?' falle ich wieder in etwas tieferen Schlaf zurück und sehe folgendes Bild:

In einen nicht ganz dunklen Nachthimmel steigen hinter einer Waldsilhouette langsam Leuchtkugeln oder Sterne auf. Ich nehme das noch im Traum als Metapher für Selbstwahrnehmung (im Sinne von 'Austausch mit mir selbst') und denke mir: 'Ja, schau hin und schau genau da hin! Diese leuchtenden Kugeln sind das, was Dir aus Dir selbst entgegenkommt.'

Mit einem Gefühl des Reichtums und des Verbundenseins mit mir selbst wache ich auf.

Auf der Couch

Im Coaching-Gespräch zähle ich die Dinge auf, die ich in der Beziehung mit * vermisst habe. Ich werde darauf hingewiesen, dass ich mich, mögen die Beschreibungen objektiv auch zutreffen, mit dieser Redeweise in einer Opferhaltung befinde. Muster:
  • Ich brauche etwas und bekomme es vom Anderen nicht.
  • Deshalb geht es mir schlecht.
  • Ich bin hilflos und kann nichts an der Situation ändern, denn es ist (im gegebenen Denkrahmen) ja eben der Andere, der sein Verhalten ändern müsste, damit ich ...
Wie es denn aber sei, so die Anregung, wenn ich darüber nachdenke, ob und wie ich mir die vermissten Punkte selbst geben kann? Was wären also die Korrelate von 'Austausch', 'Wertschätzung', 'Liebe' im Selbstverhältnis? Und ob es nicht ebenso zuträfe, dass ich mir die in der Beziehung mit * vermissten Punkte auch selbst nicht gegeben hätte. Mit mir selbst keinen erfüllenden Dialog geführt, mich selbst nicht wertgeschätzt, mich selbst nicht geliebt?

Das erwies sich dann in den folgenden Tagen als äußerst fruchtbarer Anstoß.

Aus einem 'Ich habe Austausch vermisst' (wobei im Hintergrund neben 'Kontakt' noch der Top-Wert 'Intensität' steht: nämlich intensiven Austausch, intensiven Dialog, intensiven Kontakt ...) wird mit so veränderter Perspektive das Folgende: Ich habe mich mit mir selbst nicht ausgetauscht, den Dialog mit mir selbst verloren, d.h. mich selbst nicht wahrgenommen, nicht auf meine Gefühle und Bedürfnisse gehört, habe mein Gedankenleben vernachlässigt, meine Präsenz verschludert [meinen Geist stattdessen mit Mist vollgestopft] etc.

Beim genaueren Nachforschen, was es denn bedeute, mit sich selbst 'intensiven Austausch' zu haben, wird mir klar, wie nahe das dem Konzept der 'Präsenz' (im spirituellen Sinne) steht. Präsenz als möglichst gesteigertes Wahrnehmen des Augenblicklichen und meiner selbst in diesem Augenblicklichen und meiner selbst als des das Augenblickliche Wahrnehmenden - das ist doch, wow!, exakt dieses im 'ich habe Austausch mit mir selbst' intendierte Selbstwahrnehmen. Wahrnehmen, was ist, was da in diesem Augenblick mir von mir selbst entgegenkommt, was sich mir aus mir selbst darbietet.

-

Danach hatte ich diesen Traum.
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