BLOGELEGIE I (überarbeitet)
Saget Seiten mir an, o sprecht ihr freundlichen Nachbarn,
Gefährten redet ein Wort! Genius regst du dich nicht?
Ja es ist alles beseelt in deinen heiligen Grenzen,
Ewiges
Blog Weben, nur mir schwieg noch alles so still.
O! wer flüstert mir zu, in welchem Fenster [!] erblickt ich
Einst das holde Geschöpf das mich versengt und erquickt.
Ahnt' ich die Wege noch nicht, durch die ich immer und immer
Zu ihr und von ihr zu gehn, opfre die köstliche Zeit.
Noch betracht ich Adressen und Listen, Portale und Bilder,
Wie ein bedächtiger Mann sich auf der Reise beträgt.
Doch bald ist es vorbei, dann wird ein einziger Tempel,
Amors Tempel nur sein, der den Geweihten empfängt.
Eine Welt zwar bist du, o Blog, doch ohne die Liebe
Wäre die Welt nicht die Welt, wär' denn das Blog auch nicht Blog.
Nach:
Römische Elegie I