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9
Feb
2009

Unproduktives Zeitplanungsgehubere

Ich bin sicher, dass Sie nicht dazugehören, ich natürlich auch nicht, aber es gibt Menschen, die haben zwischen 3 und 15 Klassiker des Zeit- und Selbstmanagements bei sich zu Hause im Regal, einige davon durchaus intensiv durchgearbeitet, und es ist auch eine Menge Zeit und Herzblut ins Herstellen von Tabellen, Listen, Excel-Kunstwerken etc. geflossen ... Neue Zeitplanbücher oder Kalender sind gekauft und in Betrieb genommen worden - von elektronischem Planungsspielzeug und all der Software, die's zum Thema gibt, nicht zu reden.

Kurz: Viel Begeisterung und Arbeitsaufwand für neue Zeit­planungs­systeme. In der Anfangsphase. Selten ein längerfristiger und konsequenter Betrieb dieser Systeme. Wenig Improvement im angemessenen Abarbeiten der Aufgaben, zu deren Management und zuverlässigerer Erledigung die Systeme ja eigentlich gedacht waren. Woran liegt's?

Dazu wäre jetzt eine Menge zu sagen, hier aber nur das Folgende: Vielleicht hat man vergessen, sich selbst schon zu Anfang und dann permanent Referenzerfahrungen zu verschaffen, dass parallel mit dem neu aufgesetzten Aufgabenmanagementsystem auch tatsächlich Aufgaben erledigt werden! Man hat das Funktionieren des Systems gar nie erlebt! OK, man hat erlebt, dass man seine to-do's anders und vielleicht besser sortieren konnte; oder sich anregen ließ, überhaupt erstmals strukturierte schriftliche Formen auszuprobieren. Das to-do in der Liste ist aber nicht die Aufgabe, die man erledigt hat. Organisieren der Erinnerungs-Notizen und Machen, woran man sich damit erinnern wollte - das ist zweierlei!

Mit anderen Worten: Lege nicht nur Listen an, sondern stelle sicher, das parallel auch Dinge von der Liste verschwinden, abgehakt, durchgestrichen werden! Weil getan, eben in diesem Moment! Schärfe Deine Aufmerksamkeit für diesen Unterschied! Sei aufmerksam auf den fühlbaren Unterschied, das veränderte Energieniveau! Wie fühlt sich das an, wenn Du tatsächlich gerade eine Aufgabe erledigst, etwas Vorgenommenes tust? Welche Empfindungs­qualität hat das? Wie fühlt es sich an, nur in Notizen herumzupuzzeln?

Halte Deinen Fokus auf dem Machen, nicht auf dem Aufschreiben, noch weniger auf dem Layouten, Sortieren, Automatisieren dieses Aufgeschriebenen! Andernfalls schwindet sehr schnell das Vertrauen ins neue (oder veränderte) System und man kehrt zurückt in den alten Trott, in alte Verhaltensmuster, Aufschiebereien, Durcheinander ...

Metapher: Der Schreiner, der hingebungsvoll seinen Werkzeugkoffer komplettiert, ordnet, poliert, seine Sägen schärft - statt Möbel zu bauen!

Laufzettel 8

Daten
von bis Dauer
18:10 17:20 0:50
Strecke
[Mit Tochter Nr.2] Home, RS, Bernhäuser Forst, Sporthütte, cross parallel zum Diagonalweg, Bärensee, steiler Weg ins Tal, Kochenmühle, andere Talseite, Gräbleswiesenbrücke, Schöner Weg, Tennisstraße, Schlittenweg II, Friedhof, zurück

Trabt auch ganz locker nebenher, die Elfe!
Books, im Tal: 'Und jetzt? Sollen wir hier wieder hoch oder drüben noch ein wenig lang?'
L., schulterzuckend und kein Spürchen erschöpft: 'Och, wenn wir schon mal hier unten sind!'

Dash-Zettel 6

Start Dauer
16:43 0:16
Was?
Projekt- und 2do-Listen feinsortieren.

Dash-Zettel 5

Start Dauer
12:55 0:60
Was?
Projektlisten optimieren.

Camera Cleaning 14

Projekte-Übersichtsliste.
Vorher Nachher
09-02-09_1a 09-02-09_1b

Dash-Zettel 4

Start Dauer
11:39 0:27
Was?
Projektlisten optimieren. Zuerst handschriftlich an Pinwand, dann Übertrag in Datei (Regal als Stehpult).

Trick: Vor jeder Arbeit sich genau über das ZIEL und über das anzuwendende VERFAHREN klarwerden! 'Was werde ich jetzt konkret tun, und was will ich damit erreichen?'

Trick: Ändere die Medien und Arbeitssituationen. Verschaffe Dir dadurch belebende Abwechslung und wähle zugleich das jeweils effizienteste Vorgehen! Statt unübersichtliche Listen oder Diagramme am Bildschirm zu bearbeiten, drucke das aus und hänge es großzügig an die Pinwand. Male mit dem Stift rein! Zerschneide die Papiere und hänge um!
Statt dauernd am Schreibtisch zu sitzen stelle Dich hin und schreibe im Stehen!

Dash-Zettel 3

Start Dauer
10:37 0:50
Was?
Projektlisten / GTD-Listen aufhängen, optimieren...

... und - hoppala - dabei gleich in die tatsächliche Projekt-Arbeit gerutscht. Na, auch gut!

Dash-Zettel 2

Start Dauer
9:16 0:17
Was?
Projektlisten / GTD-Listen ausdrucken, sichten.

Trick: NICHT auf das Ergebnis schauen, sondern nach Zeit x aufhören!

Dash-Zettel 1

Von Bis Dauer
8:23 9:01 0:38
Was?
Schreibtisch aufräumen.

Was beim Sport funktioniert, das wird jetzt auf andere Felder übertragen: Kleine Arbeitseinheiten, mit der Stoppuhr abgemessen.

Notizen:
  • Die 38 Minuten waren schon zu lang.
  • Aufräumen ist ein exzellentes Mittel, um in Gang zu kommen (muss sowieso gemacht werden und setzt einen auch körperlich in Bewegung - was wichtig ist für den Gesamtzustand!)
  • Camera Cleaning ist ja im Prinzip dasselbe, mit aber oft zu aufwendig. Und 'Stoppuhr 10 Minuten' ist ein noch schärfer begrenzter 'kleiner Bereich'. Noch mechanischer, 'Fließband'. Probieren wir's einfach aus ...

NVC

Für's Videoregal, lohnenswert:

M. Rosenberg 'Nonviolent Communication Part I [9:35]'
M. Rosenberg 'Nonviolent Communication Part II [5:47]'
M. Rosenberg 'Nonviolent Communication Part III [4:25]'

Schlemmereien des Bewusstseins II

Ich denke, ich sollte die Nacht als Arbeitszeit einfach streichen. Es funktioniert einfach nicht, und nachher hat man nicht ausgeschlafen. Mache lieber Deine Tagesarbeit effizienter.

Nun gut, wir arbeiten daran.

Coach: Can I be of any help?
B&M: Wenn ich das nächste Mal die Vokabel 'Nachtschicht' verwende, dürfen Sie mir auf die Finger hauen!

Schlemmereien des Bewusstseins

Es mochte am Ende nicht so erholsam gewesen sein als wenn er einfach durchgeschlafen hätte - dennoch war es Albert, als hätte er in der Nacht, mit Wecker und Kissen hantierend, eine bedeutsame Entdeckung gemacht. Vom Wunsch getrieben, sehr früh, um nicht zu sagen 'zur Unzeit' aufzustehen, hatte er dann doch mehrfach den Weckzeiger nach hinten verstellt, um 'noch 10 Minuten' weiterzu­schlummern. Mit welchem Genuss man sich da wieder ins Kissen bettete! Indem er dieses Verfahren mehrfach anwendete, traten ihm einige bemerkenswerte Züge daran immer klarer hervor, bis er sie schließlich so deutlich und bei aller Schläfrigkeit doch mit so wachestem Bewusstsein auskostete wie ein versierter Weinkenner, hat er sich denn erst eingetrunken, den feinsten Nuancen einer Jahr­gangs­probe nachspüren mochte. Da war zum einen dieses perfekte Gefühl, die Zeit 'im Griff' zu haben. Für 10 Minuten alles andere ausgesperrt aus dem Zauberdreick von Kopf, Ellbogen, Wecker in perfekter Stille (doch war das eigentlich gut, oder als Fähigkeit eher verdächtig?). Dazu das Gefühl, halb schon im Zustand der Tätigkeit zu sein, von Arbeitslust und Tatkraft beseelt; waren doch die 10 Minuten nur ein kleiner Aufschub, danach aber sollte es wahrlich losgehen. Dazu der köstlichste Körpergenuss, so mit geschlossenen Lidern (allein die Lider über den Augen zwei kleine Wonnebäusche) kunstreich in die Decke gewickelt einfach zu liegen, zu ruhen! Und schließlich der Genuss des Bewusstseins selbst, dies 'Ich liege hier und bin mir meiner bewusst; mein Geist ist wach und nimmt dies alles wahr!' Exquisit, dachte er sich schließlich dazu. Exquisit und ganz köstlich! Ja, köstlich, das war in der Tat das Wort, das ihm hierfür einkam.
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Kommentare bei Books

In dieses Geschäft...
In dieses Geschäft brauchen wir jedenfalls nicht...
books and more - 23. Dez, 23:25
Wielange haben eigentlich...
Wielange haben eigentlich morgen die Geschäfte...
rinpotsche - 23. Dez, 20:02
Diese Melodie bekomme...
Diese Melodie bekomme ich heute nicht mehr los! Auf...
yonosequepasara - 23. Dez, 19:42
Es ist sozusagen platonischer,...
Es ist sozusagen platonischer, als Sie (verständlicherweise)...
books and more - 23. Dez, 19:11
Könnte interessant...
Könnte interessant werden in der konkreten Anwendung...
nanou - 23. Dez, 18:43
Derselbe! Dideldideldideldideldi!...
Derselbe! Dideldideldideldideldi! Dodeldodeldoldedodeldo!...
books and more - 23. Dez, 11:27

Kommentare von Books

Liebes Tagebuch! Das...
Liebes Tagebuch! Das ist eine schöne Serie, die...
acqua - 23. Dez, 23:29
Eins nach dem anderen!...
Eins nach dem anderen! Morgen wird erst mal gegessen...
rinpotsche - 23. Dez, 23:27
In dieses Geschäft...
In dieses Geschäft brauchen wir jedenfalls nicht...
booksandmore - 23. Dez, 23:25
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Auch für Sie, liebe Nanou! Ich meinerseits hatte...
nanou - 23. Dez, 23:24
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Genialer Grund! Trotzdem gute Besserung für die...
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