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21
Mrz
2009

Du bist ein Blogger, wenn ...

... der letzte Gegenstand, den Du vor dem Neuanstrich des Büros aus demselben hinausräumst, das bis zuallerletzt eingestöpselte Notebook* ist.


*) angeschaltet, mit geöffnetem Browser, mit geöffnetem Blog - aber muss ich das erwähnen?

Karohemd

Erwarten Sie die nächsten Stündchen keinen Beitrag, Herr Books streicht sein Büro! Frühling, Cleaning, Juppidei!

Camera Cleaning 22

Schreibtisch links.
Vorher Nachher
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Steuermodell V

Protokollierung zielführenden Steuerverhaltens, Fortsetzung:
  1. Beim Aufräumen einen Kassenzettel (8x18 cm) vom Einkauf Drucker­tinten­patronen von gestern gefunden. Er ist unbeschädigt und unzerknittert, denn darauf habe ich gestern geachtet, als ich ihn in die Einkaufskiste legte! Der tadellose Zustand des Belegs freut mich.
  2. Ordner STEUER 09 (in bequemer Griffweite direkt über dem Schreibtisch) gegriffen, in Rubrik AUSGABEN 03 nachgeschaut, ob dort auf einem der eingehefteten leeren A4-Blätter noch Platz für diesen Beleg ist (Kleinbelege dieser Art werden inhaltlich sortiert* auf solche DIN A4-Blätter getackert bzw. geklebt). Es ist nichts mehr frei.
  3. Ich nehme ein neues A4-Blatt, tackere den Beleg drauf, loche das Blatt und hefte es ein. Da der Datenausdruck auf dem Beleg nicht aussagekräftig genug ist, um noch in einem Jahr schnell erkennen zu können, um was für einen Gegenstand es sich bei diesem Einkauf handelte, schreibe ich handschriftlich daneben: 'Druckertinte'.
  4. Ordner zu, Ordner ins Regal, fertig. Ich denke 'Sehr schön!' Mein Blick fällt dabei auf die beinahe schon leere Schreibtischplatte, die ich gleich noch mit einem feuchten Lappen entstauben werde.
*) alle Büromaterialien zusammen, alle Portokosten zusammen, alle Kleinbelege für Bücher zusammen etc.

Self-Modelling

Modellierung bedeutet ja gemeinhin, dass jemand, der eine Sache gut kann, sein Verhalten und seine begleitenden Gedanken so präzise und en détail beschreibt, dass jemand anders sich das abschauen und nachmachen kann. Um zu ähnlich guten Ergebnissen zu kommen, um dysfunktionale Verhaltens- und Denkweisen (vielleicht auch nur testweise) durch andere zu ersetzen etc.

Für die modellierte Person kann eine solche Selbstbeschreibung aber auch helfen, sich des eigenen Verhaltens und Denkens bewusster zu werden, und die eigene 'best practice' klarer zu sehen. Auch wenn man etwas kann, kann man es nicht immer gleich gut. Auch wenn man unterstützende Gedanken zu etwas hat, hat man diese Gedanken nicht immer. Auch wenn man einen 'guten Status' in einem Feld erreicht hat, sind 'Rückfälle' möglich, aber holla! Self-Modelling = Ich schaue mir an, wie es ist, wenn's klappt, und versuche, in Situationen des gleichen Typs möglichst oft dieses Muster zu verwenden.

In Projektmanagement und Softwareentwicklung selbstverständlich: Man folgt bewährten Vorgehensmodellen. Und man legt Dokumentationen zu auftauchenden Problemen und den erarbeiteten Lösungen an, damit man das Ei später nicht nochmal erfinden muss.

Beim Sport selbstverständlich: Ich springe einen Salto rückwärts. Ich komme nicht ganz 'rum. Ich gebe einen stärkeren Drehimpuls durch schnelleres, engeres Anhocken. Besser. Nochmal. Auch gut. Nochmal. Hey, SEHR viel besser. Was war anders? Ich bin höher gesprungen! Nochmal, mit bewusstem Höher-Springen. Sehr gut. Nochmal so. Ja, das ist gut, das ist es. Nochmal. (Es gibt mindestens noch 5 weitere Parameter, an denen man schrauben kann)

Verallgemeinert: Änderungen ausprobieren, Unterschied im Resultat beobachten. Was gut klappt, beibehalten. Und WISSEN und sich immer wieder klarmachen, was gut klappt; was die (oft kleinen) Unterschiede sind, die den Unterschied (hin zum Besseren) ausmachen!

'Steuer machen ist schön' IV

[Modellierung zielführenden Steuerverhaltens, Fortsetzung:]

(edited)

Ich mache Kopien der Kontoauszüge, nach denen Frau S. vom Steuerbüro gefragt hat und freue mich wieder einmal daran, dass ich einen Scanner habe, der so bequem in Armreichweite steht. Direkt auf dem Drucker. Ob Scannen, Kopieren oder Drucken: Beides nur ein Griff nach rechts, Richtung Fenster & Pflaumenbaum. 'Genau so muss das sein!' denke ich und lausche dem Brummen des Scanners und dem Sirren des Druckers. Das hat eigentlich was Meditatives, scheint mir, diese kleinen Wartezeiten! Das ist wie beim Gärtnern, wenn man wartet, während das Wasser vorn aus der Gießkanne rausläuft!
Manchmal denke ich mir auch: 'Das dauert jetzt ja ziemlich, aber ICH WILL DAS JETZT HABEN!'

Ich mache diese Arbeiten übrigens, während ich, schon fertig aufgebrezelt in Anzug und Krawatte, auf einen um eine Stunde verschobenen Termin warte. Ich nutze die Zeit und will die Steuerunterlagengeschichte in dieser Stunde unbedingt fertighaben und gleich mit zur Post nehmen. Dabei bin ich durchaus 'im Stress', denn mir steht da ein schwieriges Gespräch bevor, aber holla. So what, denke ich, machen wir einfach, was zu tun ist, und dieser Modus ist sowieso die beste Vorbereitung auf den Termin und hält mich in einem kräftigen, 'erledigenden', nach vorne gerichteten Zustand.

Auf den Kopien (je 2 Auszüge auf einem DIN A4-Blatt; selbst­ver­ständ­lich schön zentriert angeordnet) hebe ich die relevanten Zahlen mit einem Textmarker hervor, (1.) damit ich sicher bin, alles zu haben und (2.) ich es beim sortierten Zusammenheften dieser Kopien leichter habe und (3.) damit Frau S. vom Steuerbüro es leichter hat und sich wahrscheinlich freut. Während ich das so mache, habe ich ihre Stimme im Kopf, die bei der letzten Besprechung meinte, mit meinen Sachen 'könne man gut arbeiten'. Das gibt mir ein gutes Gefühl und bringt mich zum Grinsen.

Ich schreibe einen schönen, gut strukturierten Begleitbrief (ausgehend von einer Dateikopie meines letzten Briefs an Frau S., um unnötige Tipperei zu vermeiden), der auf die einzelnen Anfragedetails in der letzten Mail von Frau S. eingeht und zu noch offenen Punkten klare 'next steps' definiert und dazu jeweils ein Datum nennt.

Ich schreibe noch einen Passus zu einer neueren Steuerangelegenheit dazu und mache eine Kopie des entsprechenden Schreibens des Finanzamts. Die Originalunterlage will ich bei mir behalten, damit mir alle Informationen zu diesem Vorgang jederzeit bequem zugänglich sind. Alle Kopien werden übrigens mit einem Stempel 'KOPIE' (rote Stempelfarbe, schräg im rechten oberen Eck des Blattes) als solche gekennzeichnet, auch solche, bei denen das Kopiesein offensichtlich ist. Es macht mir eben Freude, hat etwas Spielerisches und verschafft mir durch das standardisierte und konsequent durchgehaltene Vorgehen eine angehme Befriedigung, bisweilen gar Hochgefühle! Ebenso das Zusammentackern zusammengehöriger Unterlagen bzw. das Applizieren einer Büroklammer an selbige! Im freue mich jedesmal, wenn irgendwo Struktur materialisiert und damit Handhabbarkeit verbessert ist.

Ich verzichte auf ein Anlagenverzeichnis, um Zeit zu sparen, und mache mir klar, das im Brieftext selbst alle Anlagen explizit genannt werden, sodass ich später rekonstruieren könnte, was ich mit diesem Brief mitgeschickt habe und was nicht. Es bleibt also keine offene Frage vom Typ 'Hätte ich nicht doch besser ...? ('... die Anlagen einzeln aufgeführt'). Ich habe eine klare Entscheidung getroffen und damit ist die Sache für mich erledigt. Es bleibt kein 'Rest', kein 'loses Ende', das in meinem Bewusstsein herumbaumelte.

Ich hole einen schönen weißen A4-Fensterumschlag (Fenster = Adresse und Absender muss nicht noch einmal geschrieben werden) stecke meinen Sachen hinein und kontrolliere, ob die Adresse auch schön zentriert im Fenster positioniert ist. Natürlich ist sie, sehe ich. 'Sehr schön!' denke ich und bin froh.

Da ich sowieso noch einen Termin im Nachbarort habe, lasse ich es mir nicht nehmen, auf einem kleinen Umweg durch den anderen Nachbarort den Umschlag persönlich in den Briefkasten des Steuerbüros zu werfen, 'Wenn's auch 5 Minuten Umweg ist - das gönne ich mir jetzt!'

Ich werfe die Sachen ein und sage: 'YESS!'
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Kommentare bei Books

Noch mehr Struktur...?...
Noch mehr Struktur...? Sie setzen mich immer wieder...
walhalladada - 12. Dez, 11:48
Good decision! [Hier...
Good decision! [Hier auch - bis auf den Schnee - ]
nanou - 12. Dez, 10:00
*zisch*
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books and more - 11. Dez, 19:09
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rinpotsche - 11. Dez, 19:07
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nanou - 10. Dez, 23:13
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Suchen Sie sich eine aus! Neulich mit der Kameradin...
books and more - 10. Dez, 22:58

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booksandmore - 11. Dez, 19:09
Schicken Sie's mir!
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rinpotsche - 11. Dez, 18:56
Bitte?!?
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walhalladada - 11. Dez, 09:31
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Ha! Sie auch nicht? Auch ich rätselte Jahr um...
nanou - 10. Dez, 22:27
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nanou - 10. Dez, 21:01

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Zuletzt aktualisiert: 12. Dez, 11:48

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