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28
Mai
2009

Nachmittagstraum

An einem schwäbischen Baggersee, buschumstanden. Es ist aber eine Szene wie im Vietnamkrieg. Als Ausländer muss man sich in Acht nehmen, denn es wird buchstäblich Jagd auf Menschen gemacht, alle Völker und Hautfarben quer gegeneinander. Externe Aggressoren scheuchen die Asiaten aus dem Ufergebüsch wie Hasen, mähen Sie aus Hubschraubern ins hohe Gras; und als Weißer drehe ich schnell um, als ich weit die Dorfstraße hinunter einen Schwarzen in meine Richtung kommen sehe, denn im Handumdrehen ist in dieser Situation ein Mob beieinander und es heißt einfach nur, sich im Heu eines abgelegenen Gehöfts verstecken bis dieser Krieg vorbei ist (wobei ich mir überlege, wie man wohl etwas über die aktuelle Lage erfahren könnte, oben im Heu?).

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Später dann in meinen Räumen, eine spirituelle Seminargruppe, der ich angehöre, ist dort beieinander. Vorwiegend Frauen.

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Wir lagern nun seltsamerweise im Gras des Kampfgebiets, locker verteilt, sodaß man sich (wie ich mir in der Erinnerung klarmache) eigentlich gegenseitig gar nicht hören könnte, im Traum geht das aber gut. In der Art einer vertrauten Vorstellungsrunde erzählte jede(r) von seinen tiefsten Bestrebungen. Eine schöne junge Asiatin, die auf einem schimmernden Sari mir zunächst lagert, jenseits eines kleinen Pfades, erzählt von einer Ballett-Ausbildung, die sie unternimmt, um später etwas 'für Kinder' damit zu machen und rührt mich damit zu Tränen, weil in ihrer Schilderung etwas von jener spezifischen Einheit von 'für mich', 'für andere' und 'spiritueller Wahrheit / All-Einheit' anklingt. Kurz später (eine Pause?) gehe ich mit einer anderen, älteren Teilnehmerin (Frau Traumzeit?) an einem kleinen Bach entlang und erzähle ihr davon. 'Die hätte mich vorhin beinahe zum Weinen gebracht...', sage ich, worauf meine Begleiterin ein Taschenetui mit Bachblütenessenzen zückt, zielsicher eine Tinktur auswählt und mir etwas davon gibt: 'Auf Hals, Nase, Stirn!' Neu ist mir allerdings der Gedanke, meine Berührbarkeit in diesen Dingen könnte etwas sein, das man beheben sollte. Eine andere Frau (ebenfalls aus unserer Gruppe), die eine Art Marktstand führt (und aus einer anderen Heilerschule stammt, mehr Gemüse und so) reicht mir eine Gurkenscheibe heraus. Die müsse ich nehmen! Schon Seneca hätte zu Gurken geraten! Wie praktisch, denke ich mir erfreut, so unter ausgewiesenen Fachfrauen der verschiedenen Disziplinen zu sein! Egal was man hat, sofort ist variantenreich Rat & Tat bereit! Ein Mann, ebenfalls aus der Seminargruppe, kommt vorbei, aber mir würde nie einfallen, mich ihm ebenso anzuvertrauen! Er ist sehr mit sich selbst beschäftigt und murmelt halb pathologisch in eigene Wahnwelten verstrickt vor sich hin; donnerlittchen, ziemlich kommunikationsgestört, die meisten Männer in der Gruppe!

[..]

Wieder in meinen Räumen, die vorigen Personen. Der Hauptraum hat Klassenzimmerstruktur, und an der Tafel-Wand manifestiert sich hier in spukhafter Manier (in allerbedrohlichstem Ernste) das Böse, der Teufel - im Traum gibt es dafür kein Wort, aber es ist klar, dass ein grundnegatives Weltprinzip hier im Raume ist, noch nicht zu sehen, aber anwesend. Dass es die Gruppe (sozusagen die 'Guten') bedrohe. Es hat absolut etwas von Krieg und Endzeit. Ich habe eine vage Idee, wie man die Manifestation beschleunigen könne, um schneller zu sehen, gegen was man da kämpfe und gehe in den Nachbarraum, wo ich in meiner Werkzeugecke aus Holz- und Metall-Leisten einen wünschelrutenartigen Detektor oder eine Art Aufscheuchgerät zusammenbauen will. Ich finde aber den passenden Metallbohrer nicht (ich will hier auch bald einmal wieder aufräumen) - wo es doch, die Rufe aus dem Nebenraum zeigen es, jetzt sehr eilig wäre, denn drüben geschieht wohl schon etwas! Ich entscheide mich für eine einfache pragmatische Lösung mit Kabelbindern und eile hinüber. Dort ist das Böse bereits anwesend, als unbestimmt schwebendes, vielleicht Gesichtsförmiges an der Wand. Ich ergreife die Aktion und spreche abwehrende Beschwörungsformeln. Ach was 'spreche'!! Ich liege im äußersten Kampf der unsichtbaren Kräfte wie hingeworfen auf dem Teppichboden, kriechend, von zwei anderen irgendwie unterstützend flankiert, kaum kann ich mein Angesicht dem Widersacher zuwenden, und bringe unter äußerster Anstrengung die Formeln hervor: 'Salmay .... Dalmay ... Adonay!' (was mich - wie nun sicher auch die Leserschaft - an Catweazle erinnert, es ist aber nichts weniger als lustig). Mit äußerster Mühe artikuliere ich die wichtigen Vokale und Silben (sonst nützte es ja nichts) so deutlich wie eben noch möglich und muss bei manchen Worten noch einmal von vorne ansetzen. Ich schaffe es aber, koste es mich an Kräften, was es wolle!! Ich sage die Worte, die hier zu sagen sind! In eine zweite Formel, unendlich langsam und mühevoll kommt mir alles nur von den Lippen, füge ich zur Sicherheit noch den christlichen Passus 'im Namen des Vaters und des Sohnes' mit ein, denn in dieser Situation muss ALLES, ALLES aufgeboten werden, was nur möglich ist. Es geht um Leben und Tod, nein, um viel mehr als um mein 'Leben oder Tod'!

Wie geht es aus? Das ist nicht ganz klar, der dunklen Kraft scheint aber widerstanden werden zu können, ja, sie wird zurückgedrängt. Ich wache sehr erschöpft, aber auch sehr 'wach' und 'bei mir'.

---

Kaum habe ich fertiggeschrieben (gutes Timing!), klingelt das Handy. Die Tochter will vom Reiten geholt werden. Im Neckartal mit den Baggerseen. Mal sehen, ob ich unterwegs etwas aus dem Traum sehe. Luzide Taxifahrten.

(So soll das Leben sein! Geistig und intensiv!!)

Standesdünkel 2.0

"Führt Er denn überhaupt ein Wappen?", fragte man früher vom hohen Rosse herunter.

Heute möchte man bisweilen fragen: "Führt Er denn überhaupt ein Blog?" Wohl dem, der's tut! Electronic gentry!

[Manche Accessoires sind geblieben. Malt, Zigarre, Kaminfeuer - und sei's nur ein verlinktes.]

Mit ist heute so viktorianisch-sherlockholmesisch irgendwie.

Laufzettel 28

Daten
von bis Dauer
14:07 14:45 0:38
Strecke
Friedhof, Sporthütte (Geräte), Cross bis Kurve Deponiestraße, Cross ins Tal, Schotterweg hoch (Sprint), See, Kiesweg, Dirett. bis Diagonalweg, hoch bis Radarschranke, Friedhof, zurück
Kraft
B 2 gerade, 1 schräg | R 2 | LST 15,10

Ein kleines Brötchen. Stetig indes nährt sich das Eichhorn!

PS: Ich betrachte das Datum des letzten Laufzettels. Habe ich tat­säch­lich 3 Tage nichts gemacht?!?!?! Gut, ein Tag auf Reisen, aber dann .. Sapperlott!

Books goes virtual

Next week eine Premiere in Form eines Online-Seminars. Da bin ich (als der Oberste an den Knöpfen) ja mal gespannt, aber als Blogger sehen wir das mal ganz locker und fühlen uns in unserem Element :-)

Extended blogging, sozusagen.

Also sozusagen 'Pff!'
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Ohne Fensterchen wäre...
Ohne Fensterchen wäre es auch hübsch - so...
nanou - 8. Dez, 21:08
Ein Lokaltermin also!...
Ein Lokaltermin also! Ich wüsste auch ein schönes...
books and more - 8. Dez, 20:31
Im Übrigen halte...
Im Übrigen halte ich rechts für eher ungünstig....
nanou - 8. Dez, 20:26
Hören Sie mal! Durch...
Hören Sie mal! Durch Ihre Editiererei - quasi...
nanou - 8. Dez, 20:23
Ich beuge mit Ihrer zwingenden...
Ich beuge mit Ihrer zwingenden Logik. :-) Selbstverständlich...
nanou - 8. Dez, 20:20
Dann aber rechts, denn...
Dann aber rechts, denn da ist das Kopfende - obwohl...
books and more - 8. Dez, 20:19

Kommentare von Books

Ein Lokaltermin also!...
Ein Lokaltermin also! Ich wüsste auch ein schönes...
booksandmore - 8. Dez, 20:31
Dann aber rechts, denn...
Dann aber rechts, denn da ist das Kopfende - obwohl...
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Meinen Sie? Hatte ich...
Meinen Sie? Hatte ich da nicht geplant ...
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Nieder mit den Festen!
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Herzlichen Glückwunsch und günstige Winde!...
AnjaOdra - 8. Dez, 00:59
Bildung und Katzenbesi...
Bildung und Katzenbesi - was braucht man mehr?
booksandmore - 7. Dez, 20:23

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