SCRUM ist eine Vorgehensweise in IT-Projekten. Ein wichtiges Arbeitsinstrument für diese Methode ist das sog.
Scrum-Board: eine Art Pinwand, die zur Visualisierung, Priorisierung, Ressourcen-Zuordnung und allg. Planung von Aufgaben und Teilaufgaben dient (in virtuellen, geografisch verteilten Teams auch in elektronischer Form).
Hier 2 Versuche, aus der Struktur eines Scrum-Boards eine Struktur für ein persönliches Zeitplanungs-Pinboard im Home-Office abzuleiten.
Wichtig (nicht nur bei dieser Methode) ist die Unterteilung von
Aufgaben (gelb) in die konkreten
Schritte ('tasks', 'to-do's') zu ihrer Erledigung (blau), z.B. zerfiele die schöne Aufgabe 'Kuchen für Herrn Books' in die Teilaufgaben 'Einkaufen', 'Erdbeeren pflücken' etc. Nur so ist (a) Zeitschätzung und (b) eine Entscheidung über den 'next step' möglich. Ohne konkreten 'next step' keine
ErbeertorteRealisierung!
In Diagramm 1 sind die Aufgaben in der Haupttabelle (rechts) nach Arbeits
bereichen gegliedert (warum das nicht 'Spielfelder' nennen und dem Ball damit gleich einen anderen Dreh geben?). Das sind in meinem Fall die Bereiche 'Seminare (vorbereiten)', 'Akquise' und 'Organisation'.
Variante 1:
In Diagramm 2 erfolgt die Gliederung der Haupttabelle nach
Prioritäten (oben = höchste Priorität). Die Verantwortungs- oder Lebensbereiche sind hier in einem eigenen Feld (links unten) gelistet.
Die Grundidee hinter einer solchen (wie auch immer realisierten) Repräsentation der Verantwortungs- oder Lebensbereiche ist es, keinen Bereich zu vergessen bzw. die Bereiche in einer angemessenen Verteilung abzudecken, work-life-balance etc.
Variante 2:
Die roten
Pfeile sollen darstellen, wie die Kärtchen im Laufe des Planungs- und Arbeitsfortschritts wandern; z.B. wird zu jeder Aufgabe (gelb), die als aktuell und priorisiert in die Kopfspalte der Haupttabelle wandert, zunächst einmal ein Haufen blaue Einzelschritt-Kärtchen gesammelt. Daraus wird dann gewählt, das entsprechende Kärtchen eins weiter gehängt etc. Im Fortgang des frohen Schaffens wandern dann je Zeile alle Zettel von links nach rechts. In einem Scrum-Team erhält jeder Task, der von 'not started' zu 'started' wandert, noch einen Kleber o.ä. mit dem Namen desjenigen, der sich diese Teilaufgabe geschnappt hat - aber auch für Organisation von Einzelarbeit, denke ich, ist es schön, wenn man die Zettel wandern sieht und sich damit auch visuell immer wieder leicht vor Augen halten kann, woran man eigentlich gerade ist bzw. sich vor einer halben Stunde vorgenommen hatte zu sein.
Wo war ich doch gleich? und so. Fokus! Wem's gefällt, der darf dann einen fetten roten Haken auf jeden Zettel machen, der den Status 'Done' erreicht. Oder sich ein Zigarillo damit anzünden (auf der sog.
Burndown-Party).
Die Diagramme erheben nicht den Anspruch, alle Konstituenten von SCRUM abzubilden.