Auf der Couch
Im Coaching-Gespräch zähle ich die Dinge auf, die ich in der Beziehung mit * vermisst habe. Ich werde darauf hingewiesen, dass ich mich, mögen die Beschreibungen objektiv auch zutreffen, mit dieser Redeweise in einer Opferhaltung befinde. Muster:
Das erwies sich dann in den folgenden Tagen als äußerst fruchtbarer Anstoß.
Aus einem 'Ich habe Austausch vermisst' (wobei im Hintergrund neben 'Kontakt' noch der Top-Wert 'Intensität' steht: nämlich intensiven Austausch, intensiven Dialog, intensiven Kontakt ...) wird mit so veränderter Perspektive das Folgende: Ich habe mich mit mir selbst nicht ausgetauscht, den Dialog mit mir selbst verloren, d.h. mich selbst nicht wahrgenommen, nicht auf meine Gefühle und Bedürfnisse gehört, habe mein Gedankenleben vernachlässigt, meine Präsenz verschludert [meinen Geist stattdessen mit Mist vollgestopft] etc.
Beim genaueren Nachforschen, was es denn bedeute, mit sich selbst 'intensiven Austausch' zu haben, wird mir klar, wie nahe das dem Konzept der 'Präsenz' (im spirituellen Sinne) steht. Präsenz als möglichst gesteigertes Wahrnehmen des Augenblicklichen und meiner selbst in diesem Augenblicklichen und meiner selbst als des das Augenblickliche Wahrnehmenden - das ist doch, wow!, exakt dieses im 'ich habe Austausch mit mir selbst' intendierte Selbstwahrnehmen. Wahrnehmen, was ist, was da in diesem Augenblick mir von mir selbst entgegenkommt, was sich mir aus mir selbst darbietet.
-
Danach hatte ich diesen Traum.
- Ich brauche etwas und bekomme es vom Anderen nicht.
- Deshalb geht es mir schlecht.
- Ich bin hilflos und kann nichts an der Situation ändern, denn es ist (im gegebenen Denkrahmen) ja eben der Andere, der sein Verhalten ändern müsste, damit ich ...
Das erwies sich dann in den folgenden Tagen als äußerst fruchtbarer Anstoß.
Aus einem 'Ich habe Austausch vermisst' (wobei im Hintergrund neben 'Kontakt' noch der Top-Wert 'Intensität' steht: nämlich intensiven Austausch, intensiven Dialog, intensiven Kontakt ...) wird mit so veränderter Perspektive das Folgende: Ich habe mich mit mir selbst nicht ausgetauscht, den Dialog mit mir selbst verloren, d.h. mich selbst nicht wahrgenommen, nicht auf meine Gefühle und Bedürfnisse gehört, habe mein Gedankenleben vernachlässigt, meine Präsenz verschludert [meinen Geist stattdessen mit Mist vollgestopft] etc.
Beim genaueren Nachforschen, was es denn bedeute, mit sich selbst 'intensiven Austausch' zu haben, wird mir klar, wie nahe das dem Konzept der 'Präsenz' (im spirituellen Sinne) steht. Präsenz als möglichst gesteigertes Wahrnehmen des Augenblicklichen und meiner selbst in diesem Augenblicklichen und meiner selbst als des das Augenblickliche Wahrnehmenden - das ist doch, wow!, exakt dieses im 'ich habe Austausch mit mir selbst' intendierte Selbstwahrnehmen. Wahrnehmen, was ist, was da in diesem Augenblick mir von mir selbst entgegenkommt, was sich mir aus mir selbst darbietet.
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Danach hatte ich diesen Traum.
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