Umfrage: Kinder und Bloggen
Lassen Sie Ihre Kinder in Ihrem Blog lesen?
Eine Frage, die mich zur Zeit beschäftigt. Soll man seine Kinder in seinem Blog lesen lassen? Wie halten Sie das selbst, und was denken Sie sich darüber? Wenn ja, ab welchem Alter?
Ich vermute, dass die Mehrheit der hochgeschätzten Abstimmenden die Option 'Hängt vom Einzelfall ab' ankreuzen wird, daher wäre ein Kommentar mit Gedanken und Argumenten für alle hilfreich, die mitlesen.
Konkret denke ich an meine ältere Tochter. 14 Jahre alt, fit im Kopf, schreibt selbst und hat einen fertigen Roman in der Schublade. Warum ihr also nicht ein wenig mehr von mir zeigen, auch als Anregung für ihre eigene Entwicklung? Zumal 'books and more' weder Therapie- noch Depressions- noch Scheidungsaufarbeitungstagebuch ist und auch nicht werden soll [nichts gegen derlei Textprojekte, versteht sich].
Mein Bedenken: Ich halte es für sehr fragwürdig, die eigenen Kinder, und sei es noch so subtil, in die Rolle eines 'erwachsenen' Gesprächspartners für die eigenen Problemfelder und 'großen Themen' zu schieben. Dazu sind Kinder (zumindest, solange sie Kinder sind) nicht da.
Meine eigene Antwort gleich vorneweg: Lieber nicht.
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
wvs - 24. Okt, 13:41
Die Antworten ....
" .. Auf keinen Fall!
Warum auch nicht?
Ich finde das sogar gut!
Hängt ganz vom Einzelfall ab .. "
sollten - denke ich - noch ergänzt werden, z.B.:
Ist nicht zu verhindern ....
Wissen nicht, daß ich ein Weblog führe ....
Generell läßt sich doch nichts 'verhindern'
- die Kids sind findig und kennen sich mit dem Internet wahrscheinlich besser aus als man selbst ....
Eine Aufforderung, sich mit 'elterlichem Text' auseinanderzusetzen halte ich allerdings für weit überzogen:
Entweder sie wollen es - oder sie lassen es ....
Warum auch nicht?
Ich finde das sogar gut!
Hängt ganz vom Einzelfall ab .. "
sollten - denke ich - noch ergänzt werden, z.B.:
Ist nicht zu verhindern ....
Wissen nicht, daß ich ein Weblog führe ....
Generell läßt sich doch nichts 'verhindern'
- die Kids sind findig und kennen sich mit dem Internet wahrscheinlich besser aus als man selbst ....
Eine Aufforderung, sich mit 'elterlichem Text' auseinanderzusetzen halte ich allerdings für weit überzogen:
Entweder sie wollen es - oder sie lassen es ....
Anousch O. - 25. Okt, 19:23
Ich habe mich umgekehrt gefragt, ob ich meine Mutter meinen Blog-Link schicken soll. Habe es getan, weil sie an meinem Leben auch über hunderte Kilometer Distanzen Teil haben soll. Aber dadurch bin ich zu minimaler Selbstzensur gezwungen. Denn, dass ich z.B. meine Miete diesen Monat noch nicht überweisen konnte, damit möchte ich sie ungern belasten. Hoffentlich klickt sie sich nicht durch meine Abos ...
Samuel B. - 2. Nov, 21:29
hab keine kinder. deswegen kann ich an der abstimmung nicht teilnehmen.
aber wenn ich welche hätte: nee, die dürften meinen blog nicht lesen.
einerseits hat man auch als elternteil eine privatsphäre, andererseits will man vielleicht auch mal in einem blog eine aussage über die kinder machen, die die nicht unbedingt so ungeschminkt wissen müssen (bei problemen oder so).
aber wenn ich welche hätte: nee, die dürften meinen blog nicht lesen.
einerseits hat man auch als elternteil eine privatsphäre, andererseits will man vielleicht auch mal in einem blog eine aussage über die kinder machen, die die nicht unbedingt so ungeschminkt wissen müssen (bei problemen oder so).
books and more - 2. Nov, 21:49
Danke für den Kommentar
Ja, das sind wichtige Argumente... und bei Aussagen über die Kinder (oder über die Noch-Gattin = Mutter der Kinder) wäre ab dem Zeitpunkt, ab dem sie (potentiell) mitlesen, strenge Zurückhaltung geboten. Das kann anstrengend sein, dieser Dauerfilter im Kopf. Hat man nicht immer Lust zu. Das nimmt dem Blog auch etwas von seiner psychohygienischen Funktion.
Ich überlege mir auch, ob man sein Blog überhaupt jemandem im Real Life zugänglich machen soll (abgesehen von Leuten, die man zuerst via Blog und dann auch im RL kennengelernt hat).
Ich überlege mir auch, ob man sein Blog überhaupt jemandem im Real Life zugänglich machen soll (abgesehen von Leuten, die man zuerst via Blog und dann auch im RL kennengelernt hat).


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