Worte vs. Wörter
Den Unterschied dieser beiden Worte (oder sagt man Wörter?) habe ich im Lauf der Jahre schon mehrfach wenn auch jeweils flüchtig nachgeschlagen, weil ich öfters der Behauptung begegnete, es gebe ihn - ohne je zur rechten Einsicht in die Plausibilität solcher Unterscheidung zu kommen.
Anders bei der Lektüre dieses Wikipedia-Artikels. Erleuchtung! 'Wörter' sind demnach mehrere einzelne Wort-Einheiten im sprachwissenschaftlichen Sinn (was immer das heißen mag). 'Worte' sind mehrere 'Gruppen von Wörtern' (Beispiel: Fremdwort - Fremdwörter, aber: Das Wort zum Sonntag - Die Worte zum Sonntag).
An geeigneten Beispielen des Sprachgebrauchs zeigt der (verbesserungsfähige) Artikel, dass wir diesen Unterschied Wörter vs. Worte sehr wohl machen. Testverfahren: Konstruiere beide Fälle bzw. konstruiere den alternativen Fall und prüfe auf der Basis Deiner muttersprachlichen Kompetenz, ob das dann (auch) geht oder ob sich das falsch anhört:
Immerhin die Einsicht: Man kann uns Fälle zeigen, wo es eindeutig nur eine gebräuchliche Pluralformgibt. zu geben scheint.
PS: Leute, die Sprachpolizei an Straßenecken spielen, an denen es keine genauen Regeln geschweige Schilder gibt, reizen mich zu Demo, Vermummung & Gedankenwurf.
-
Und also gestärkt im Geiste brechen wir auf in den Tag!
Anders bei der Lektüre dieses Wikipedia-Artikels. Erleuchtung! 'Wörter' sind demnach mehrere einzelne Wort-Einheiten im sprachwissenschaftlichen Sinn (was immer das heißen mag). 'Worte' sind mehrere 'Gruppen von Wörtern' (Beispiel: Fremdwort - Fremdwörter, aber: Das Wort zum Sonntag - Die Worte zum Sonntag).
An geeigneten Beispielen des Sprachgebrauchs zeigt der (verbesserungsfähige) Artikel, dass wir diesen Unterschied Wörter vs. Worte sehr wohl machen. Testverfahren: Konstruiere beide Fälle bzw. konstruiere den alternativen Fall und prüfe auf der Basis Deiner muttersprachlichen Kompetenz, ob das dann (auch) geht oder ob sich das falsch anhört:
- 'Das Wort zum Sonntag' - 'Die Wörter zum Sonntag' wären doch wohl ein wenig lustig und störten die andächtige Stimmung.
- 'Das Ehrenwort' - 'Man konnte seinen Ehrenwörtern trauen.' Fragwürdig, der Kerl! Also Ehrenworte.
- 'Seine letzen Worte...' vs. 'Seine letzten Wörter auf dem Totenbett.' Letzteres würde ich höchstens von einem Linguisten oder von meinem
totenalten Franzlehrer so sagen.
Immerhin die Einsicht: Man kann uns Fälle zeigen, wo es eindeutig nur eine gebräuchliche Pluralform
PS: Leute, die Sprachpolizei an Straßenecken spielen, an denen es keine genauen Regeln geschweige Schilder gibt, reizen mich zu Demo, Vermummung & Gedankenwurf.
-
Und also gestärkt im Geiste brechen wir auf in den Tag!
Einsortiert unter
books and more - 22. Nov, 08:07
books and more - 22. Nov, 08:07
9 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
wort-wahl - 22. Nov, 10:34
als linguistin halte ich mich da raus. (aber sie haben schon recht mit der grundlegenden unterscheidung.)
books and more - 22. Nov, 10:39
Oh, mischen Sie sich doch bitte ein. Der Beitrag balanciert ja auf dem schmalen Gesims einer raschen Wikipedia-Lektüre. Verbreiterungen willkommen :-)
Anousch O. - 22. Nov, 12:46
Nicht zu fassen,
vorhin habe auch ich diesen seltsamen Pluralen von "Worte" und "Wörter" nachgehangen und bin zugleich auf "Orte" und "Örter" verfallen.
Aber es hat ja auch keiner behauptet, dass bloggen nicht auch mit Telepathie zu tun haben könnte...
Aber es hat ja auch keiner behauptet, dass bloggen nicht auch mit Telepathie zu tun haben könnte...
books and more - 22. Nov, 17:06
@ Anousch
Wenn man schon dieselben (oder heißt es 'die gleichen'? OMG!) Bücher liest ...
[Zusatz:]
... wenn ein Gedanke den andern erkennt und - hokuspokus Fidibus - ein Wort sich am nächsten entzündet ...
[Pardon für den Überschwang, aber warum empfehlen Sie auch solche Bücher? Man gerät ins, um bei der Sprache zu bleiben, Überspannte, Rhetorische. Recht passend übrigens ...]
[Zusatz:]
... wenn ein Gedanke den andern erkennt und - hokuspokus Fidibus - ein Wort sich am nächsten entzündet ...
[Pardon für den Überschwang, aber warum empfehlen Sie auch solche Bücher? Man gerät ins, um bei der Sprache zu bleiben, Überspannte, Rhetorische. Recht passend übrigens ...]
saoirse - 22. Nov, 12:45
PS: Leute, die Sprachpolizei an Straßenecken spielen, an denen es keine genauen Regeln geschweige Schilder gibt, reizen mich zu Demo, Vermummung & Gedankenwurf
alszivil gekleidete sprach-müllabfuhr, die ihr brot größtenteils damit verdient, anderer leutesprachmüll texte zu beseitigen korrigieren, vermumme ich mich mal in flecktarn und pali-tuch (ist ja alles modeschmuck im moment) und stammele kleinlaut: DA FEHLEN MIR DIE WÖRTER!
alszivil gekleidete sprach-müllabfuhr, die ihr brot größtenteils damit verdient, anderer leute
books and more - 22. Nov, 16:54
Ich achte die Müllabfuhr und ehre ihre Arbeit! Sie sehen mich voll Respekt am Straßenrand stehen, wenn Sie, Frau Saoirse, Ihres Werkes (falls man das so sagen kann) vorbeikommen. Auch ich selbst kann akribisch nach einer Grammatik-Regel recherchieren, wenn ich davon überzeugt bin, dass es für den betreffenden Zweifelsfall denn auch eine gibt, desgleichen bei kleinsten Kleinigkeiten von Stil & Bedeutungsnuance. Besen geschwungen und Tonne auf! Ich sage nur 'Kehrwoche'! Ich wohne im Südwesten der Republik und da wird am Wochenende gnadenlos der Trottwar abgekärchert!
Meine Vermummungslust bezieht sich allein auf Fälle, wo nicht ganz klar ist, ob eine Regel denn überhaupt existiert [dies ist also eher ein Metadiskurs über den Begriff der Regel], wie es ja auch auf anderen reglementierten Feldern menschlicher Kulturtätigkeit, z.B. im Tennis - war es der bilderfreudige Wittgenstein, der dieses Beispiel anführte? - wie es ja auch im Tennis z.B. keine Regel gibt, wie hoch man beim Aufschlag den Ball werfen dürfe im kurzen Röckchen. Dennoch ist klar: Für etliche Aspekte des Spiels gibt es Regeln und Aus ist Aus. Da würde auch ich anstandsloshinterherpfeifen.
Frohes Schaffen und immer genug zu entsorgen wünscht
B&M
Meine Vermummungslust bezieht sich allein auf Fälle, wo nicht ganz klar ist, ob eine Regel denn überhaupt existiert [dies ist also eher ein Metadiskurs über den Begriff der Regel], wie es ja auch auf anderen reglementierten Feldern menschlicher Kulturtätigkeit, z.B. im Tennis - war es der bilderfreudige Wittgenstein, der dieses Beispiel anführte? - wie es ja auch im Tennis z.B. keine Regel gibt, wie hoch man beim Aufschlag den Ball werfen dürfe im kurzen Röckchen. Dennoch ist klar: Für etliche Aspekte des Spiels gibt es Regeln und Aus ist Aus. Da würde auch ich anstandslos
Frohes Schaffen und immer genug zu entsorgen wünscht
B&M
walhalladada - 22. Nov, 22:45
Grußwörter!
Jetzt fehlt nur noch, dass jemand sich meldet, der eben gerade dem Unterschied zwischen 'rte' und 'rter' nachgesonnen hätte.)
Ich glaube der Unterschied ist phonetisch motiviert, nicht wahr Frau Soairse? 'Wortesee' lässt sich irgendwie nicht so leicht aussprechen...
Ich glaube der Unterschied ist phonetisch motiviert, nicht wahr Frau Soairse? 'Wortesee' lässt sich irgendwie nicht so leicht aussprechen...
books and more - 23. Nov, 00:27
Danke für den Tip mit dem See! Damit war ich dann erfolgreich bei YouTube angeln ... ein wahrer Quell & Fundus für den Kulturbeflissenen!

Trackback URL:
http://booksandmore.twoday.net/stories/4470181/modTrackback