23
Mai
2009

Stockrosen

Stöckchen sind ja nicht so meins, es kommt aber immer darauf an, aus welchem Garten sie Dir an den noch schlafestrunkenen Kopf fliegen:

1. Was dachtest du zuerst, als du heute morgen in den Spiegel gesehen hast?
Da habe ich noch gar nicht reingeschaut. Beim Aufwachen dachte ich 'Boah, ganz schön spät! Heftiger Waldlauf gestern abend! Gut so!'

2. Wie viel Geld besitzt du momentan?
Würden meine Kunden schneller zahlen, hätte ich eine dramatisch bessere Lage als noch vor einem Jahr. Tendenz aufwärts.

3. Nenne ein Wort, das sich auf 'Schlüssel' reimt!
'Nüssl' (Wie in 'Wiener Haselnüssltorte')

4. Lieblingsplanet?
Mercurius!!

5. Wer ist die vierte Person auf der Liste für verpasste Anrufe in deinem Handy?
'Unterdrückt', aber das ist meistens dieselbe Person.

6. Was ist dein Handyklingelton?
Irgendwas eingebautes. Billighandy, telefoniert und simst und weckt und hat ein schönes Design in Schwarz und fertig.

7. Was für ein Shirt trägst du gerade?
Altes T-Shirt in ausgewaschenem Blau (ich liebe ausgewaschene Farben).

8. Was liegt direkt vor dir?
Die Armbanduhr, auf der noch die gestoppte Zeit vom Laufen gestern ist.

9. Nenne eine Person, die dir spontan einfällt!
Der Amazon-Bote, der gerade geklingelt hat.

10. Ist dein Zimmer hell oder dunkel eingerichtet?
Hell.

11. Trägst du gerade Nagellack?
Nein.

12. Was hast du um Mitternacht gemacht?
Geschlafen wie ein Stein (dabei wollte ich mich nur ein halbes Stündchen aufs Ohr legen).

13. Was steht in der letzten SMS, die du bekommen hast?
Liebster bist Du da?

14. Wie ist Deine Hausnummer?
29

15. Welche Wörter benutzt du oft?
Irgendwie, sozusagen, Layout, parametrisierungsrelevant (Spaß!).

16. Wer hat dir zuletzt gesagt, dass er dich liebt?
Die Dame mit der unterdrückten Telefonnummer (s. Frage 5).

17. Was war das letzte pelzige Ding, was du angefasst hast?
Der Pflegehamster.

18. Wie viele Drogen hast du in den letzten 3 Tagen zu dir genommen?
Wieviele Sorten oder wieviele Pillen? Dem Plan nach 3x2 Stück von einer Sorte, bin aber infolge Schlafeswirren etwas durcheinander damit.
So unter uns Bekloppten, liebe Anousch: Bin mir übrigens immer noch nicht ganz sicher, wie ich die eigentlich finde. Knipsen zwar einige (s. Frage 15:) sozusagen unerwünschte Tendenzen aus, aber auch, so kommt es mir bisweilen vor, ein paar Nuancen, die dann doch (s. Frage 15:) irgendwie fehlen. Will mir scheinen, manchmal.

19. Zitiere den Refrain des Songs, den du gerade hörst/gerade gehört hast!
Ich höre gerade nur einen oder zwei Rasenmäher. Schwäbischer Samstag.

20. Das beste Alter, was du bis jetzt erlebt hast?
Das jetzt, Morbus hin oder her. Weiter denke ich nicht über diese Frage nach, sonst werde ich melancholisch.

21. Dein schlimmster Feind?
Verhaltensmuster aus der Schublade 'Selbstsabotage'. Wo könnte man schon sein, und was hätte man sich erspart! Dieselben zum Feind zu erklären ist freilich auch kein schlauer Ansatz ...

22. Was ist dein Desktophintergrundbild?
Ein mexikanisches Orange, darauf viele Ordner- und Dateibildchen. Will ich mal wieder aufräumen (Camera Cleaning).

23. Was war das letzte, was du zu einer Person gesagt hast?
'Ja.' (Und zwar recht knapp, weil ich jetzt in Ruhe Aufwachen, Kaffee trinken & bloggen will)

24. Wenn du die Wahl hättest, zwischen einem Flug und eine Million Euro, was würdest du nehmen?
Flug? Im Sinn von man kann ohne Hilfsmittel fliegen? Her mit der Kohle, ich kaufe Anousch ein Luftschiff!

25. Magst du jemanden?
Das fällt mit leicht.

26. Welchen Song hörst du gerade?
Im Kopf. Den hier.

[Hübsche Aufwachübung, Danke!]

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steppenhund - 23. Mai, 19:18

Der Bach ist ja wunderschön. Da bekommt man Lust, selber zu spielen.

books and more - 23. Mai, 20:50

Ja.
Anousch O. - 23. Mai, 22:04

Lieber Albert, bei Punkt 18 erwischen Sie mich sozusagen bei meinem Lieblingsthema - falls ich Sie recht verstehe! Und falls dem so ist, dann weiß ich g e na u wovon Sie sprechen.

Also, ich bin mit Cipralex sehr zufrieden. Ich nehme sie seit Februar und es ging mir augenblicklich besser damit (was für den Placebo-Effekt spricht). Unter 'Lyrica' hingegen wurde ich ein halluzinierender herzloser Zombie, deshalb habe ich die auch bereits im November ausgeschlichen. Da haben echt ein paar Nuancen gefehlt.

Unter Cipralex indes habe ich 0,0 Nebenwirkungen. Und sie sind dennoch keine Wunderpillen. Denn ich spüre noch sehr genau, was mein psycho/somatisches Problem ist, das finde ich wichtig, um weiter daran therapeutisch zu arbeiten. (Habe leider momentan keinen Therapeuten, weil ich zu faul bin, einen passenden zu suchen.)

Der wichtigste Haupteffekt besteht darin, dass ich seither wieder ohne Panikattaken meine Freunde treffen kann, mich auf Verabredungen freue und insgesamt wieder fröhlicher bin. Aber es gibt auch Situationen, da scheint es kein Mittel gegen zu geben. Zum Bsp. wenn ich mich unwohl fühle, fange ich automatisch an leicht zu hyperventilieren. Deshalb habe ich auch das entsetzliche Praktikum nach 4 Monaten gekündigt (eine eigene Story für sich.) Das Schönste an Cipralex ist, dass ich mich wieder wie früher zu guten Zeiten fühle. Diese Fremdheit dem Leben gegenüber ist verschwunden. Das ist doch schon mal was.

Mit kollegialem Gruß,

Ihre A.

steppenhund - 23. Mai, 22:21

Zuvor einmal: ich will niemandem nahetreten oder sie oder ihn beleidigen. Was mir auffällt, ist eine Häufung von Panikattacken bei Personen, deren Schreiben von Feinfühligkeit und Nachdenklichkeit geprägt ist. Da ich diese Blogs eher lese als die Chat-Ersatzblogs, stelle ich fest, dass ich auf twoday mehr Referenzen auf Panikattacken erlebe, als mein ganzes Leben zuvor. Ja, es gibt auch ein Leben vor dem Bloggen.
Jetzt frage ich mich, ob Panikattacken eine spezielles Symptom einer allgemeinen Depression sind, oder ob sich hier unmerklich ein Krankheitsbild abzeichnet, welches sich quasi in unsere Gesellschaft einschleicht. Dafür könnte es ja die unterschiedlichsten Gründe geben. Ist es eine Folge des Zeitgeistes, einer Beschleunigung, der wir nicht mehr gewachsen sind? Wenn die Symptome auf medikamentösem Weg zu bekämpfen sind, scheint es sich ja tatsächlich um eine organische Erkrankung zu handeln, selbst wenn man früher Depressionen einfach als "selber schuld" beiseite geschoben hat.
Für mich gibt es das Wort Panikattacke erst seit drei Jahren. Vorher habe ich darüber nur einmal gehört. Das war im Zusammenhang mit einer Frau, deren Freund sich das Leben genommen hatte.
Ich muss dazu vielleicht hinzufügen, dass ich noch rechtzeitig einem Burnout-Syndrom entkommen bin, bei dem eine leichte Depression diagnostiziert wurde. Herzrasen, Schweißausbrüche und vor allem Schwindel habe ich durchaus erlebt, aber ich hatte nie das Gefühl von Angst bzw. Panik. Ich kann mir ausmalen, wie es sich anfühlen muss, wenn die gedankliche Belastung der Angst dazu kommt.
Aber das ist nicht meine Frage. Ich habe nirgendwo einen Hinweis gefunden, dass Panikattacken heute häufiger auftreten als früher, wenn man einmal von allgemeinen Depressionsstatistiken absieht.
books and more - 23. Mai, 22:51

@Anousch

Da haben Sie mich schon goldrichtig verstanden. 'Herzloser Zombie' bringt übrigens einen Aspekt auf den (freilich aufs Äußerste zugespitzten) Punkt, den ich heute schon in einem 1:20-stündigen Telefonat mit einer, öh ... involvierten Person diskutiert habe. Vielleicht sollte ich auch mal wechseln (wobei es bei mir um andere Drogen gegen andere Macken geht).

PS: Warum wohnen Sie soweit weg, verflixt!

Herzlich
Albert
books and more - 23. Mai, 22:57

@Steppenhund

Ob es sich bei (evtl. zunehmenden) psychischen Störungen um Phänomene handelt, die durch gesamtgesellschaftliche Entwicklungen mit beeinflusst sind, vermag ich nicht zu beurteilen.
Ich bin geneigt, den Blick eher auf die Einzelbiographien zu lenken - und überhaupt auf die Einzel'störung', denn Etiketten wie 'Panikattacke' oder 'Depression' sind ja im hohen Maße generalisierend, und was der/die Einzelne erlebt, in hohem Grade individuell.

PS: Falls in Ihrem Kommentar eine Frage an mich steckte, dann habe ich sie wohl nicht richtig verstanden. Gab es eine? Ich bemühe mich gern um eine Antwort :-)
Anousch O. - 23. Mai, 23:43

@Steppenhund

Ich sehe den gesellschaftlichen Aspekt etwas skeptisch. Denn meiner Erfahrung nach muss es eine genetische (bzw. verhaltenspsychologisch anerlernte) Komponente geben. In meiner Familie sind fast alle in der weiblichen Linie betroffen: Meine Urgroßmutter litt unter unerklärlichen Symptomen, meine Großmutter, mein Onkel, meine Mutter, eine meiner Schwestern und ich sowieso. Der Unterschied: Heute hat das Ganze einen Namen: Panikattake bzw. generalisierte Angststörung bzw. Vulnerabilität.

Wenn ich mir vorstelle, wie diese Menschen alle gelitten haben damals und keiner konnte was damit anfangen! Selbst ich bin ja Jahre lang von einem Arzt zum nächsten gerannt, bis ich mir selbst die Diagnose gestellt habe und freiwillig in die Psychiatrie gegangen bin. Für die Ärzte dort war alles klar. (Naja, das heißt, eigentlich auch wieder nicht. Für sie war nur klar, dass es psyschisch bedingt ist. Aber dann streiten sich Tiefenpsychologen wieder mit den Verhaltenstherapeuten über Ursachen und Behandlung...)
Die meisten Internisten und Hausärzte, selbst Notärzte wie ich aus leidvoller Erfahrung weiß, sind ratlos wenn ein ansonsten kerngesunder Mensch massive Atemnot, Herzrasen, Schwindel etc hat.

Ich glaube, der Eindruck der Zunahme diese Krankheiten beruht hauptsächlich auf der medialen Verbreitung und eben auf der Tatsache, dass Panikattaken übrigens erst seit einigen Jahren von der Weltgesundheitsorganisation definiert und als Krankheit anerkannt sind.

Ps: Das Gute: Die Störung scheint wirklich irgendwann aufzuhören. Jedenfalls war das bei meinen Verwandten so. Auch ohne Psychopharmaka, aber mit geht es schneller und das wiederum ist ja heutzutage wichtiger denn je...oder auch nicht. Es war zu allen Zeiten wichtig, gesund zu sein!
steppenhund - 23. Mai, 23:49

@b&m

meine Frage wurde durch Anousch O. im letzten Absatz beantwortet.
Das wird es wohl sein.
Anousch O. - 24. Mai, 11:51

@b&m (Nachtrag)

(Ich verstehe Sie und sie.)
acqua - 23. Mai, 22:19

Nr. 11 enttäuscht mich ein bisschen.

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