Girls at school

19
Jun
2008

Des Genitiv-Objekts

Die jüngere Tochter (Klasse 5) beschäftigt sich seit mehreren Wochen mit Satzgliedern. Ein ehrenwerter und schöner Gegenstand geistiger Tätigkeit! Aktuell ist sie bzw. ihre Klasse beim Genitiv-Objekt angelangt (bzw. sie nun schon, der Klasse wünsche ich es von Herzen). Noch vor 2 Wochen war sie sich [Vorsicht Genitiv-Objekt:] seiner Existenz sozusagen noch nicht bewusst gewesen. Die gestrige Übungsstunde auf der Terrasse (ich mühte mich derweil, danebensitzend, mit halbem Ohr um die neue Software) förderte folgende schöne(n?) Beispiele zu Tage:

Diese Verben haben ein Genitiv-Objekt. Formuliere Beispielsätze ...

Der Hund enthält sich des Knochens.
Die Katze ist sich der Maus hinter der Mauer bewusst.

Hihi!

8
Mai
2008

"After the Wreck, I Picked Myself Up, Spread My Wings, and Flew Away"

[Abt. 'Mein Gott, die Jugend von heute kennt aber schlimme schwierige Wörter!']

Aussprachecoaching für die morgige Präsentation (über ein Buch von Joyce Carol Oates). Ich bin beeindruckt. Hätte ich in der 9. Klasse schon mit Wörtern wie 'stereotyped' und 'fictionalization' hantiert? Ganz schön groß geworden, die Gute ...

29
Apr
2008

Searching for Gugel

Zur Erheiterung anderer tragen wir ja immer gerne bei. So gestern:

Mit der Tochter an ihrem Rechner sitzend, Vorbereitung einer Englisch-Präsentation for school. Irgendwas nachschlagen wollend, aber wohl nicht recht bei der Sache, weil sie mir nebenher was erklärt, tippe ich ins Suchfeld der bereits offenen Google-Seite ein: 'Google.de'. Tochter kippt sozusagen kichernd vom Stuhl:

"Nein, wie blöd ist das denn!!? *prust* Google! *kreisch*" etc.

8
Apr
2008

Agenda

20:00h Elternbeiratssitzung. Vielleicht gibt's ja was Lustiges zu bloggen.

13
Mrz
2008

Latein oder Franz?

Informations-Elternabend zur Frage 'Sprachenwahl in Klasse 6'. Zur Auswahl stehen Französisch oder Latein. Die Asterix-und-Obelix-lesende Tochter hat sich eh schon entschieden (Latein). 'Hi omnes Cuius autem parentes lingua, institutis, legibus inter se differunt.'* [Caes. de bello gallico I, 1.2] Aber na gut. Zur Förderung der zwischenelterlichen Kommunikation gehen wir hin.

Die beiden Fachlehrerinnen beide nett, ich kenne sie auch schon von meiner Älteren, aber die Präsentationen! Powerpoint: Dunkelrote Schrift auf dunkelblau, schön klein geschrieben. Und als Beispiel für einen interessanten lateinischen Satz:

'Multi servi emi solebant.'**

[ironie ein] Beim Teutates! Das weckt Interesse und schafft der klassischen Bildung neue Anhänger! [ironie aus]

___

* 'Diese alle Deren Eltern sind nach Sprache, Einrichtungen und Gesetzen untereinander verschieden.'
** 'Viele Sklaven pflegten gekauft zu werden.'

10
Mrz
2008

Anthologieorden III. Klasse

Auf dem Schreibtisch der Mutter der Töchter (im Grundschulwesen tätig) ein handschöngeschriebenes Schülerblatt, Thema 'Die Glühlampe'. Ein Glühlampenbild und darunter:

"WER: Thomas Edison (um 1878)
WANN? 1878: Erfand Tohmas Edison und Josepf Swan die Glühlammpe.
WIE funkzjunird die Glühlampe?
Die Glühlampe funkzjuniert wie jede andere Birne aigentlich. Aber mann durfte sie nicht mit Streichhölzern anzünden oder anmachen. Nach ca. 1000 Stunden hat sich der Glühdraht kaputgeglüht."


[buchstabengetreue Transkription]

28
Feb
2008

Strictly vegetarian

So, ich gehe jetzt mal die Fräulein Töchter bekochen. Guten Appetit und gesegnetes Bloggen wünscht B&M

4
Dez
2007

Herr A. in town

Mit der Tochter, die Klamotten braucht. Dauer: 14h - 19h. Pausen: 1, Café im Königsbau. Ergebnisse:
  1. Eine stylische Snowboardjacke (als Schuljacke für den Winter; die Tochter fährt bei Wind und Wetter Rad).
  2. Handschuhe dazu.
  3. Intime Kenntnisse der Stuttgarter Schuhgeschäfte (auf der Suche nach hohen Lederschaftstiefeln, was sich als schwierig herausstellt. Sehr nette Verkäuferinnen, aber allgemein zu weit geschnittene Stiefelschäfte. Für 15jährige Schmalrehe zumindest. Schließlich, bei Besuch Nr.2 in Schuhladen Nr.4 (von 7), das schöne Geld liegt schon auf dem Ladentisch, sind die ursprünglichen Favoriten dann doch nicht ... 'Ach ich weiß auch nicht...' Also keine Stiefel. Herr A. hatte im Vorfeld gedroht, im Falle von derartigen Entscheidungsschwierigkeiten einfach Gummistiefel Größe 43 in einer gedeckten Farbe zu kaufen, zum Reinwachsen. Davon sieht er aber gnädig ab.
    Immerhin hatte die Tochter einige Stiefel anprobiert [!] und tatsächlich in die engere Wahl gezogen [!]. Das will was heißen. Ihre Mutter hatte das letzten Winter nicht geschafft. 1:0 für Herrn A.
  4. Lustige Begebenheiten 1: Der Riesenmops in einem Schuhladen am Marktplatz. Herr A. kann sich die Bemerkung nicht verkneifen, er habe, 'Oh, ein Hund!', einmal gelesen, dass Hunde gern in Schuhe bissen. Dieser Hund zum Glück nicht, meint die erheiterte Verkäuferin, das wäre hier im Schuhladen wohl auch etwas ungünstig *hihihaha*, und schickt den Hund nach hinten. Was Herr A. schade findet. Die Stiefel passen zum Glück nicht. Beim diskreten Blick auf das Preisschild wird einem etwas flau im Magen.
  5. Lustige Begebenheiten 2: Die Tochter, die shoppen hasst, und Herr A. machen sich (dezent, versteht sich) über einige Leute oder eher 'Typen von Leuten' lustig, die man in den Kaufparadiesen so shoppenderweise herumlaufen sieht (was der Tochter über die beginnende schlechte Laune hinweghilft; sie könnte jetzt eigentlich schon seit einer Stunde beim Pferd sein ...)

1
Dez
2007

Na Bingo ...

19:30 h Elternstammtisch für die Klasse der jüngeren Tochter in der sehr empfehlenswerten Seebruckenmühle. Eine angenehm 'unschwäbische' Lokalität, die mit ihrem modern-urbanen Touch [die Fotos auf der Website zeigen nicht das aktuelle Interieur] auch in Berlin-Schöneberg gelegen sein könnte. Und hübsch am Mühlenbach im waldigen Tal, was bei Dunkelheit allerdings schnurz ist.

Nette Elterngruppe, darunter nicht nur meine sozusagen neue Nachbarin von gegenüber, mit der ich bisher noch nie ins Gespräch gekommen war (sehr spannende Mimik, Gestik; sehr lebendig und dann wieder sparsam ...) sondern auch - Hey Wahnsinn - der ehemalige beste Freund meines Bruders, mit dem ich früher zusammen geturnt habe. Jetzt gehen unsere Töchter in eine Klasse! Und seine neben ihm sitzende Frau ist die lockige Blonde, die ich eine Stunde zuvor beim Ballett-Abholen schon bemerkt habe. Ts! Die Welt ein Dorf etc.

Tut mir gut hier, das Plaudern. Und spannend ist das sowieso, schon rein aus professionellem Interesse. Wenn man Small-Talk-Seminare anbietet ...

Mir gegenüber sitzt eine italienisch anmutende Dame mit dunklem Lockenhaar. Sie kommt mir irgendwie bekannt vor und ich frage: "Und zu welchem Kind gehören Sie?" Heiterkeit breitet sich aus, es ist natürlich die Klassenlehrerin, Blödmann. Dabei habe ich sie schon oft genug in der Schule gesehen ... *Hand an die Stirn klatsch*

Das reiße ich mit meinem Lob der Schule und ein paar intelligenten Bemerkungen zu reformpädagogischen Ansätzen aber locker wieder raus :-)

Entschuldigt bin ich vielleicht dadurch, dass ich unmittelbar zuvor einige vielversprechende, weitreichende, ja aufwühlende Mails und SMSe mit dem sozusagen ausgeloggten Schlossfräulein in W. gewechselt habe, von dem auch in Träumen hier schon die Rede war. Wohl doch nicht so ausgeloggt beiderseits ...

Kein schlechter Tag.

21
Nov
2007

Steigende Herausforderungen

Nicht nur, dass man mit der Tochter - in Vorbereitung der nahenden Musik-Klassenarbeit - die Schallplattensammlung nach Sinfonien durchforstet und hernach einige Sätze durchhört, um die Sonatenhauptsatzform darin erkennen und ein [wirklich gutes] strukturvisualisierendes Diagramm des Musiklehrers möglichst detailreich nachvollziehen zu üben ...
[nicht, dass ich die SHF noch im Entferntesten wirklich präsent gehabt hätte!]



Kurz darauf, ich sitze im Wohnzimmertisch am Notebook und überarbeite unsere Firmenwebsite, kommt um die Ecke aus der Couch von der lernenden Tochter die Frage:

"Papa, was ist 'Emanzipation' genau?"

Holla! Ich gebe die wörtliche Übersetzung und beginne den Sprachgebrauch im Kontext 'Emanzipation der Frau' zu erläutern, Beispiel Wahlrecht ...

"Nein, es geht hier um 'Emanzipation der Rationalität'."

*schluck* Immer noch Musik also, ich hatte vorher so was auf ihren Lernunterlagen gesehen, geistesgeschichtlichtlicher Kontext der Klassik. Aufklärung etc.
Nun gut, ich begebe mich nach drüben in den Schaukelstuhl und erläutere nach Kräften & Zielgruppe.

Tochter: "Boa, ganz schön kompliziert das alles!"
Ich: *grins* "Aber auch ziemlich interessant!"

... und jeder widmet sich wieder seiner Arbeit.

Dabei befinden wir uns erst in Klasse 9!! *schwitz*
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