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Traumdeutung

19
Dez
2009

Traum nach schweren Zeiten

Bevor ich in das höchst angenehme und zudem von frischem Schnee gesteigerte Gefühl eines (bis auf relative Kleinigkeiten) beendeten Arbeitsjahres erwache, träumt's mir noch in Sepiaschwarzweiß, das Dritte Reich inklusive Gasanstalt und allem sei eben vorbei und ich sei Teil eines Männertrios von junggebliebenen Filmschaffenden, die halbwegs anständig, bisweilen subtil subversiv aber auf jeden Fall überlebend durch die schlimme dunkle Zeit gekommen sind. Wir sind so drei vom Typ 'Die 3 von der Tankstelle', unterhalten uns über Szenen-Zeichnungen abgedrehter Filme und geben kleine Histörchen zum Besten, wie wir das eigentlich alles gedeichselt haben, inklusive Heinz Rühmann übrigens, der mir im Traumesverlauf persönlich zuprostet, zwinkernd*!

*) Was mich jetzt beim Lesen unglaublich rührt, doch dem soll hier nicht weiter nachgegangen werden.

17
Nov
2009

Traumkater

Wieder mal viel los im Traum; als ich mit der Begleitung draußen (wieder mal unterwegs im Fremden, nachts) vor einer Dönerbude in einem Straßendurchgang auf hohen Barhockern sitze, legt sich ein Kater unter meinen Platz, streckt sich wohlig aus, reibt schnurrend sein Fell am Stuhlbein.

29
Okt
2009

Traumsplitter, Berlin

... außen auf dem Trottoir an der Lichterfelder Stadtvilla entlang, in der Books einige Jahre gelebt hatte ... später dann bin ich in der Rolle einer älteren Verwandten, resolute feine Dame, die alarmiert die Treppe zur Eingangstüre eben dieser Kellerwohnung (de facto war's Hochparterre, aber 'Keller' ist im Traum das passendere Wort) hinunterstürzt, um sich Klarheit zu verschaffen, laut an die Türe klopft, eine graue Holztüre, nein: mit der Faust dagegenhämmert und laut ruft, er solle endlich aufmachen, sie wisse er sei da drinnen. Es geht um einen Verwandten, ihr (also mein) Neffe vielleicht, und sie befürchtet, er habe sich etwas angetan. Drinnen rührt sich nichts und von wachsender Panik berührt, entscheide ich (=Tante) mich nun doch, dass ich mich 'dem' (jetzt ein größeres und verallgemeinertes Thema, nicht mehr zu greifen) jetzt nicht stellen werde, dass ich dafür noch einige Zeit Kraft sammeln möchte! Das habe ich in diesem Moment in der Hand, da unten im Kellervorraum! Mir wird schwindlig und wie ich diese Entscheidung noch in mir erwäge, changiert die Farbe des Tapetenmusters im Treppenhaus. Immer wenn ich innerlich dem 'ich werde mich dem momentan noch nicht aussetzen' zuneige, ändert sich die Farbe der Rauten (mit Blumendekor in der Mitte) von irgendetwas Fahlem zu einem wärmeren Ockergelb wie mit Photoshop verändert - und zurück - und zurück ...

[..]

In dieser Not, denn alles ist in seiner seelischen Bedeutsamkeit höchst dramatisch, wache ich (nicht mehr als die Tante, aber noch im Traum) in meinem Elternhaus auf, renne, stolpere halb noch schlafwandelnd nach unten ins Wohnzimmer, wo ich meinem Vater begegne. Ich bin mir selbst nicht ganz sicher, ob ich wache oder schlafe, rufe aber, schreie Unartikuliertes wie um Hilfe. An seiner Reaktion merke ich, dass ich wohl wirklich wach und tatsächlich hier bin. Er kann mich wohl hören, erzählt aber irgendetwas völlig Unpassendes, oberflächlich Ablenkendes, ich sinke über der Sessellehne in der Seele erschöpft und immer noch schreiend zusammen. Mein Blick fällt aus dem großen Wohnzimmerfenster; draußen ist Winter und es schneit mit feinem Rieseln auf dunkelviolettrote Rosen.

13
Okt
2009

Östlicher Traumsplitter

Inmitten des süßesten & spirituellsten Schlummers ever von der älteren Tochter geträumt (im Traum ca. 13 statt der tatsächlichen 16). Am Rand eines Feldwegs, sie sitzt am Holzgatter zu den Wiesen. Ich frage sie, ob sie das wohl auch kenne, dieses ... (ich suche im Traum nach einer kindgerechten Formulierung für eine bestimmte Art von Bewusstheit) ... dieses, also "wenn man einfach da ist und das auch noch gleichzeitig weiß?" Und sie blickt auf und in ihren Augen leuchtet es und sie nickt ganz freudig.

5
Okt
2009

Alpine Traumsplitter

In einer Ortschaft; Mischung aus Heimatort und Postkartenösterreich. Ich befinde mich oben auf der aus Natursteinen gesetzten Mauer eines Friedhofs oder Parks direkt an der Hauptstraße und klettere dort nach außen ab*. Das ist nicht einfach, da es nur kleine Tritte gibt und ich zudem schwarze Seminar-Halbschuhe trage. Mit Konzentration auf die jeweilige Fuge im Mauerwerk gelingt es aber, und ich gehe mit dem yogaähnlichen Gedanken zu Werke, dass man eben mit dem zurechtkommt, wie's eben ist und was man eben momentan kann; dass man eben im Rahmen der gegebenen Situation und der persönlichen Grenzen sorgfältig am Detail arbeitet. An einer Stelle muss ich die mangelnde Reibung und Stabilität der Schuhspitze dadurch aus­glei­chen, dass ich dort mit dem Absatz auftrete, der ist nämlich aus Gummi, und so geht's dann auch.

*) Aus dem Friedhof ins Leben, step by step. Ganz gut so, will ich meinen!

19
Sep
2009

Traumsplitter

[..]

Irgendwo im Außen, vor einem Haus. In einem Haufen aus Möbeln (ein Tisch mit gedrechselten Kugelfüßen) und darübergelegten Perser­teppichen sitzt meine jüngere Tochter, eine gemusterte Teppichdecke um die Schultern mir gegenüber, als Therapeutin, mir zuhörend. Das wundert mich, denn ist sie dafür nicht zu jung? Aber ein Blick in ihre jetzt sehr klugen, geradezu weisen Augen zeigt mir sofort, dass sie intellektuell wie auch überhaupt absolut auf der Höhe der Sache ist und den vollen Durchblick hat. So rede ich also weiter.

[..]

13
Sep
2009

Traumsplitter, geschäftlich

In unmittelbarer Nachbarschaft der Spedition-cum-Autowerkstätte eine Gärtnerei, wo die Freilandblumen in üppigster Blüte stehen und das Krautfeld mit surreal-buschhohem, panaschierten* Wuchs sich sogar die Hügel hinaufzieht wie prangende Weinberge in Südtirol. Das nehme ich noch im Traum als gutes Zeichen, dass es wieder aufwärtsgeht mit der Konjunktur!

[..]

Im Eingangsbereich mit einem (geschlossenen) Rezeptions-Glaskasten ähnlich dem im Prinz-Luitpold-Haus werden zwei Jungs, die mit irgend einem auf Zetteln geschriebenen Anliegen gekommen waren, vom Inhaber abgewiesen: 'Naa, Buben, ihr wissts doch, dass die Groscherl-Geschäfterln nur bis um Elfe sind!'. Ebensowenig Glück hat der benachbarte Gärtner, der mit offenkundig 'werbenden' Hinterabsichten ein paar Primeltöpfchen als Geschenk bringt. 'Ah Dankschön', meint der Inhaber 'aber du weißt ja eh dass uns sowas [diese Art von Geschäften oder dieser Typ Fuhre o.ä.] net interessiert.' Und nun liegen sie blöd auf dem Schreibtisch zwischen den Papieren herum, die Blumen.

[..]

Im Traum tut mir einmal (buchstäblich) das Herz weg vor Rührung [das Worüber ist nicht genau zu erinnern; es hat mit Vergänglichkeit und Empathie zu tun]. Ich bin eine (verwandtschaftlich zum Geschäft gehörige) alleinstehende 'Tante', eine Frau also, und liege weinend und vor Rührungsschmerz laute Klagelaute ausstoßend, im Flur. Ich kann mich gar nicht mehr fassen und wache dann völlig gerädert und sehr weit weg vom Tage auf [es ist gegen 15:30 h]

*) was mich an die weiße Marmorierung in der grünen Mine des 'tannengrünen' Buntstifts erinnert, den mir meine Tochter gestern zeigte.

6
Sep
2009

Guten Morgen Berlin

[Traumsplitter]

Blitzsauberer Albtraum, aus dem ich mit einer langen Sequenz von (lauten) zungengelähmten Hilferufen erwache, die ganz zuletzt einen humoristischen Dreh bekommen, weshalb ich, endlich aus dem Grausen erwachend, noch beim Hochschrecken sofort denke: 'Ja wie geil - Das musst Du bloggen!!' Leider wieder eingeschlafen, weitergeträumt, alles vergessen.

[..]

Wir gehen um einen See. In meiner Begleitung eine (meine geschiedene?) Frau und ein Kind (Mädchen). Am jenseitigen Ufer des Sees finde ich (vorausgehend) in einem Ufergesträuch ein Nest, in dem eine kleine junge wachsgelbe Gans liegt. Es ist nicht klar, ob sie noch lebt oder schon lange tot und auf seltsame Weise ('Wachsleichen') konserviert ist. Ich bin vorsichtig und unentschlossen, da kommt die Frau dazu und drückt mit dem Daumen tief in die Haut der kleinen Gans, die davon aufreißt. Das Innere wachsig-weiches griesiges Fett. 'Wie kann sie nur! Was für eine Rohheit!', denke ich, denn ob das kleine Tier lebt oder tot (oder überhaupt nur ein Artefakt) ist, das war noch gar nicht klar; zumal die Gans sich jetzt tatsächlich bewegt, das gelbe Gefieder geradezu flauschig-putzig aussieht. Das Gänslein springt aus dem Nest, taucht ins Wasser, schwimmt unter Wasser behende mit schlank nach vorn gestrecktem Kopf und wie befreit, gerettet davon.

Ich gehe weiter (wieder allein voraus) am Ufer entlang. Im flachen warmen Wasser einer Bucht liegen dösend zwei wunderschöne Tiere: Schlangen, Mischwesen aus Schlange und Eidechse, ca. 2-4 Meter lang, lila und anthrazit gefleckt, schlängeln sich leicht in sich, um sich herum, sehr beweglich. Ich rufe meinen Begleiterinnen zurück: 'Hey, hier sind zwei fantastische Pythons!!' Bin ganz aufgeregt, ein wenig erinnern mich die Schlangen auch an einen sehr eindrücklichen phantastischen Schlangentraum, den ich als Kind einmal hatte (DER erste 'große' Traum überhaupt). Ich wate ins Wasser, um besser zu sehen. Die größere der beiden Schlangen windet sich um mein Bein, von hinten an meinen Rücken; die Szene bekommt etwas von Kampf [..] ich stehe jetzt an Land, die Schlange ist jetzt ein Monster mit Maul im Din a 4-Format und versucht mich zu beißen [..] zurückt bleibt aber das Bild und der Eindruck der SCHÖNHEIT dieser Tiere, und ich ordne das in den Kontext des gestern beschriebenen Wendepunktes und in den Kontext des Guten in der Depression bzw. der positiven Elemente und beteiligten Anteile, die später andere Formen annahmen.

[..]

In der Stadt, hinunter dem Meer zu treffe ich Fräulein T., die frühere Geliebte, die kurz vor der Eröffnung eines Backwarenladens* steht. Sie ist in blütenweiße weite Kleider gehüllt, auch das (sehr kleine) Bäckerei-Café ist ganz weiß und windflattrig wie sonnengebleichte Baumwolle eingerichtet, steil über dem Hafen im Wind, und die Backwaren sind nur nebenbei, denn eigentlich macht sie dort spirituelle Beratung, sozusagen 'hintenrum' und hat dort nun das richtige Arbeitsfeld gefunden (würde sogar im richtigen Leben passen). Sie wirkt gesund und glücklich und wie ihre ganze weiße Wäsche**) sozusagen frisch gestärkt; zumindest ist von ihren Schmerzen nichts zu sehen (im Traum hatte ich in der Tat nicht einmal daran gedacht).

[..]

Ich erwache und denke mir, dass das Bloggen sich schon allein deswegen gelohnt hat: Diesen Wendepunkt-Moment expliziert, fokussiert, verschriftlicht und überhaupt erst als solchen, in seiner inneren Bedeutsamkeit, erkannt zu haben! Das wäre mir doch glatt und ganz unmarkiert und einsichtslos einfach so entgangen. Und einfach so weitergewurschtelt, ts!

Ich behalte also (und ohne zu wissen, was es genau bedeutet, einfach als Fokus für die aktuellen inneren Entwicklungen) das Bild der schönen Schlangen.

Eben kommt die Sonne über die Dächer.


*) köstliche Assoziations- bzw. Tagesrest­kette zum Video 'Guten Morgen Berlin' von Peter Fox, in dem es die Passage gibt: 'Bagdad's Backwaren, da geb ich mich meinen Träumen [!!] hin, bei Fatima, der süßen Back­waren­verkäuferin ...'
**) Assoziationskette zu einem zweiten Fox-Video 'Alles neu' [!!]: die weiße im blauen Himmel flatternde Wäsche und die beiden brasilianischen Vodoo-Wäscherinnen in Knallwolkenweiß ab [1:00.]

27
Aug
2009

Traumsplitter aus dem Gebirge

In der Bergsteigergruppe, die dort oben irgendeinen Firmenauftrag erledigen soll (oder kommen die nicht selbst aus der Firma und haben sich nur vorübergehend als Bergsteiger verkleidet, also eine verkappte Teambildungsmaßnahme?). Nach längerem Marsch stoßen wir auf eine hohe Erdmauer, sichtlich künstlich aufgeschüttet, das hat etwas von Hollywood und auch ein wenig von Lummerland-Zellophan, dahinter jedoch tatsächlich das MEER, das ist so fantastisch schön und irgendwie ergreifend, dass es mich im Traum völlig überwältigt & zu Tränen rührt. Es folgt ein ungeordnet-heikles Gekletter der Mannschaft diesen nicht sehr stabilen Erd- und Steinwall hinauf. Persönlich erkenne ich dabei [Obacht Lebens­weisheit:] die Wichtigkeit, sich beim Klettern auf das Detail des jeweiligen Tritts zu konzentrieren, dann geht's schon; weil auf einem Tritt Stehen ist leichter als an einem Griff Hängen, welches mehr Kraft kostet. Später in der Hütte zettle ich dann mit dem Trenker Luis (sic) ein Gespräch an, bei dem klar wird, dass die Gruppenmitglieder ihren Vorgesetzten nicht akzeptieren, aber Null, den armen Hans (er heißt auch noch Hans und hat obendrein seine Frau dabei, die versucht, ihn in Schutz zu nehmen), und dass sowieso die Rollen in diesem Gefüge ziemlich unklar sind. Auf klare Fragen bekomme ich schwurbelig-ausweichende Antworten, es ist alles zum Haareraufen. Vor der Talstation sitzend witzle ich dann mit dem Koch und seiner hübschen Freundin herum; das ist noch das Beste, denn auch auf Fragen nach dem Zeitplan und vor allem nach der Begründung für eine bestimmte Vorgabe zur Vorgehensweise gibt es keine befriedigende Antwort.

[Beknackter Tag, gestern.]

24
Aug
2009

Schlafeserkenntnis und Traumsplitter

Sich vor Mitternacht schlafen legen: Genial, luxuriös, weise, köstlich! Ich nehme mir vor, das zur Regel zu machen und bin sicher, dass sich damit sowohl die Produktivität als auch das Wohlbefinden dramatisch erhöhen werden!

Eine amerikanische Wüstenlandschaft, Tag. Ein abgelegenes eingezäuntes Gelände (Gefängnis o.ä.) im Nirgendwo. Eine junge Frau wird entlassen, tritt durch die sich öffnende Zaunpforte in die Freiheit. Dort wartet ein großer Truck, die Seitenwände ohne Aufschrift. Der Fahrer steht da, hat auf sie gewartet. Sie kommt auf ihn zu und reicht ihm mit unbewegter Miene, wortlos ein durchsichtig verpacktes leuchtend gelbes Kondom.


Ich wache auf, die Sonne scheint ins Zimmer.
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In dieses Geschäft...
In dieses Geschäft brauchen wir jedenfalls nicht...
books and more - 23. Dez, 23:25
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Wielange haben eigentlich morgen die Geschäfte...
rinpotsche - 23. Dez, 20:02
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Diese Melodie bekomme ich heute nicht mehr los! Auf...
yonosequepasara - 23. Dez, 19:42
Es ist sozusagen platonischer,...
Es ist sozusagen platonischer, als Sie (verständlicherweise)...
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Könnte interessant...
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nanou - 23. Dez, 18:43
Derselbe! Dideldideldideldideldi!...
Derselbe! Dideldideldideldideldi! Dodeldodeldoldedodeldo!...
books and more - 23. Dez, 11:27

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Liebes Tagebuch! Das...
Liebes Tagebuch! Das ist eine schöne Serie, die...
acqua - 23. Dez, 23:29
Eins nach dem anderen!...
Eins nach dem anderen! Morgen wird erst mal gegessen...
rinpotsche - 23. Dez, 23:27
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